Die Geschichte von Chrysokrata

an schreibt das Jahr des Herren 1270. Die Mongolen haben weite Teile Russlands erobert und sind dann nach Westen gezogen. Heute sieht man sie nur noch in kleinen Gruppen das Land durchstreifen. Dennoch hat der Bund durch den Mongolensturm vor etwa dreißig Jahren ganz erheblichen Schaden genommen, von dem man sich bis heute noch nicht richtig erholt hat.

inanziell ist Chrysokrata dem Ruin nahe und auch politische Bedeutung kann man diesem Bund nicht mehr zusprechen. Der einzige Grund für eine Hand voll junger Magi sich in diesem Bund niederzulassen war - gemäß dessen Wahlspruch "silentium custodiat, quod potens imperat", "In der Stille ruht, was mächtig waltet" - die Aussicht auf unermesslichen Reichtum in Form von Büchern und Wissen, sowie das Versprechen, daß man hier in aller Seelenruhe forschen könne, ohne daß einem die älteren Magi ständig über die Schulter guckten.

So schworen im Winter 1269/70 vier Magi den Eid von Chrysokrata und wurden damit als vollwertige Mitglieder dieses Bundes aufgenommen. Damit gibt es also zwei Gruppen von Magi in diesem Bund.

Im Orden kennt man diesen Bund als Chrysokrata - die Goldene Herrscherin; die einfachen Leute der Umgebung aber benutzen einen noch viel älteren Namen für diesen Ort: der Goldene Zwinger.